Inszenierung | Patricia Benecke
Bü̈hne und Kostüme | Gesine Kuhn
Aart Veder (Sultan Saladin), Iris Melamed (Sitah), Heinz Kloss (Nathan), Anne Hoffmann (Recha), Margit Schulte-Tigges (Daja), Stefan Schuster (Ein junger Tempelherr), Tom Wild (Ein Derwisch), Andreas Manz (Der Patriarch von Jerusalem), Klaus Ziemann (Ein Klosterbruder)
Schauplatz Jerusalem. Inmitten der Kreuzzüge herrscht vorübergehend Waffenstillstand. Auf die heiligen Stätten erheben dreierlei Bewerber Anspruch: Moslems, Christen und Juden. Alle drei fühlen sich im Recht, leiten den Ursprung ihres Glaubens von hier aus ab. Aber auch Handelswege und Geschäftsinteressen spielen eine wichtige Rolle. Die Juden sind am längsten vor Ort, die Moslems haben derzeit militärisch die Oberhand, die christlichen Kreuzfahrer unterhalten eine internationale Eingreiftruppe.
Jeder sieht sich im Recht, hält seine Ansprüche aufrecht, doch wer hat die besten Argumente? Der Stärkste, der Klügste, der Reichste? Kann Liebe zwischen den Fronten vermitteln, können Einsicht, Toleranz und Weisheit die Welt verändern oder bleibt dies alles Utopie?
Ob 20 Jahre Wiedervereinigung, 60 Jahre Bundesrepublik, 70 Jahre Ausbruch des Zweiten Weltkriegs oder 90 Jahre Weimarer Verfassung: Es gibt im Jahr 2009 viele Gründe, über Deutschland nachzudenken. Lessings Nathan der Weise eröffnet den Zyklus Deutsche Träume – Deutsche Albträume.