Nachtgeschichte


Lutz Hübner | Mitarbeit: Sarah Nemitz
Schauspiel

Inszenierung Martin Ratzinger
Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

Margit Schulte-Tigges (Marika Kotte), Karin Klein (Ulrike Kotte), Gabriele Drechsel (Jana Kotte), Katharina Uhland (Lea), Diana Wolf (Tanja), Tom Wild (Sam)

Ein Ferienhaus an der Ostsee, Ende August. Die Familie Kotte trifft sich, wie jedes Jahr ein Mal, um ... – was eigentlich?! Sich zu sehen oder sich zu streiten? Denn wie bei Familientreffen üblich, kommt es zu Reibereien: Rike, stets darum bemüht, die Familie zu vereinen, treibt mit ihrem versöhnlichen Engagement ihre Schwester Jana in den Wahnsinn. Zwischen Frühstück auf der Terrasse und abendlichem Grillen wird Vergangenes aufgekocht, werden Vorwürfe wieder und wieder durchgekaut. Als Mutter und Großmutter Marika eintrifft, kommen plötzlich ganz andere Themen zur Sprache: Erinnerungen, die viel weiter zurückreichen, in die Zeit vor der Familiengründung, als Krieg herrschte und Marika selbst noch ein Kind war. Was sie ihren Töchtern nie sagen konnte, stößt nun bei ihren Enkelinnen Lea und Tanja auf Verständnis.
Nachtgeschichte zeigt, wie sich die Erlebnisse der Kriegszeugen von Generation zu Generation fortschreiben und immer noch unsere Familienbiografien mitbestimmen.
Das berührende Portrait eines Familientreffens beschreibt auch den Widerstreit zwischen dem autonomen Ich, das darum bemüht ist, seinen eigenen Lebensweg zu gehen, und dessen Familie, die diesen Lebensweg doch maßgeblich beeinflusst.

Lutz Hübner ist einer der meistgespielten Gegenwartsdramatiker auf deutschen Bühnen.

Szenenbilder „Nachtgeschichte”

Premiere 21. Mai 2011 | Kammerspiele

Vorstellungsdauer etwa 1 Stunde, 30 Minuten (keine Pause)

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