Lucia di Lammermoor

Gaetano Donizetti | Oper in zwei Teilen

Text von Salvadore Cammarano | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Martin Lukas Meister

Inszenierung Lothar Krause
Bühne Dirk Hofacker
Kostüme Ricarda Marose
Choreinstudierung André Weiss

Bastiaan Everink | Oleksandr Prytolyuk (Enrico), Julie Davies (Lucia), Joel Montero (Edgardo), Minseok Kim (Arturo), John In Eichen (Raimondo), Elisabeth Hornung (Erscheinung der Alisa), Lasse Penttinen (Normanno)

Enrico Ashton, ein verarmter schottischer Adliger, will seine Schwester Lucia mit dem vermögenden Lord Bucklaw verheiraten. Er befürchtet zudem, dass der lange verschollen geglaubte Edgardo von Ravenswood, dessen Vater ihm einst die Herrschaft entrissen hatte, unter Wahrung des Inkognitos wieder in das Hügelland von Lammermuir zurückgekehrt ist und auf Rache sinnt. Edgardo ist tatsächlich zurückgekehrt und trifft sich heimlich mit Lucia. Enrico, der von der Romanze zwischen Lucia und Edgardo Wind bekommen hat, spielt Lucia einen gefälschten Brief zu, welcher Edgardo der Untreue überführt. Verzweifelt willigt Lucia in die Hochzeit mit Lord Bucklaw ein. Just als die Unterschrift unter den Ehevertrag gesetzt ist, stürmt Edgardo herein. Er begreift, dass er zu spät gekommen ist, und zieht wieder von dannen. Enrico setzt Edgardo nach und fordert ihn zum Duell. Währenddessen ersticht Lucia in der Hochzeitsnacht in einem Anfall von Wahnsinn ihren Bräutigam. Im Morgengrauen wartet Edgardo vergeblich auf das Eintreffen Enricos. Als ihm schließlich die Botschaft zugetragen wird, dass Lucia dahingeschieden sei, nicht ohne zuvor vergeblich nach dem Geliebten gerufen zu haben, setzt der verzweifelte Edgardo seinem Leben ein Ende.
In einer Atmosphäre von nebelverhangener Landschaft, halbverfallenen Burgen und uralter Fehden zwischen Clans siedelten Cammarano und Donizetti die Handlung ihrer ersten gemeinsamen Oper an. Donizetti gestaltete neben der bildmächtigen Todesvision der Lucia vor allem den Augenblick ihrer Umnachtung nach dem Gattenmord in der Hochzeitsnacht durch betörenden Koloraturengesang derart packend aus, dass er sich gleichsam zum Idealbild einer opernhaften "Wahnsinnsszene" verfestigte.

Szenenbilder „Lucia di Lammermoor”

Premiere 5. November 2011 | Großes Haus

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