Sehr herzlich begrüße ich Sie zur neuen Konzertspielzeit 2011 | 2012. Zu Beginn der neuen Sinfoniekonzertreihe werden wir einen Komponisten ins Zentrum stellen, welcher mir persönlich ganz besonders am Herzen liegt: Anton Bruckner. Seine Vierte Sinfonie, die so genannte „Romantische“, soll den Auftakt zu einer über mehrere Spielzeiten laufenden Auseinandersetzung mit seinem sinfonischen OEuvre bilden. Im gleichen Konzert werde ich auch ein Werk von Johann Sebastian Bach dirigieren – nicht nur, weil seiner Musik wie auch der Bruckners eine gewisse sakrale Dimension zu eigen ist, sondern auch, weil es mir ein Anliegen ist, Alte Musik im sinfonischen Repertoire präsent zu halten, dezidiert auch auf dem so genannten „modernen“ Instrumentarium.
Es ist uns erneut gelungen, eine Reihe hochklassiger Gastdirigenten und -solisten für die Sinfoniekonzerte zu gewinnen, wobei nicht nur sehr erfahrene Musiker wie Christof Prick oder Bernd Glemser in Erscheinung treten werden, sondern erfreulicherweise auch die jüngere Generation stark vertreten sein wird. Zum dritten Mal können wir Ihnen beispielsweise einen Preisträger des renommierten ARD-Musikwettbewerbs hier in Darmstadt präsentieren, und besonders gerne vermelde ich Ihnen an dieser Stelle, dass Julian Steckel, der Wettbewerbssieger im Fach Violoncello, nicht nur als Solist im Sinfoniekonzert auftreten, sondern sich auch in einem unserer Kammerkonzerte vorstellen wird. Erfreut bin ich außerdem darüber, dass zum Beschluss der Sinfoniekonzertsaison der Oboist Albrecht Mayer bei uns gastieren wird – dieses Engagement wird durch den Freundeskreis Sinfoniekonzerte Darmstadt e.V. ermöglicht, dem ich an dieser Stelle herzlich danke.
Für die beliebte Kammerkonzertreihe konnten wir so renommierte Ensembles wie das Auryn Quartett, Hille Perl und die Sirius Viols, das Klavierduo Tal&Groethuysen oder die Neuen Vocalsolisten verpflichten. Indem wir zwei der zehn Kammerkonzerte mit Musikern aus den Reihen unseres Staatsorchesters besetzen, wollen wir den Verlust der Konzerte in der Centralstation etwas auffangen, da wir somit Werke für größeres Ensemble aufführen können. Das Prinzip der Gegenüberstellung von Alter Musik und Musik des 20. und 21. Jahrhunderts soll diese Konzerte auch an ihrem neuen Spielort prägen.
Neuigkeiten gibt es auch aus dem Bereich der musikalischen Kinder- und Jugendarbeit: um insbesondere Schülern im Klassen- oder Kursverband besseren Zugang zu den Sinfoniekonzerten zu vermitteln, werden wir zwei dieser Konzerte mit gekürztem Programm und einem auf 19 Uhr vorverlegten Konzertbeginn anbieten. Erwachsenen Besuchern dieser zusätzlichen Konzert kompakt-Termine bieten wir einen attraktiven Eintrittspreis, der auf allen Sitzplätzen gilt. Unsere sonntäglichen Konzerte, die sich vor allem an junge Musikfreunde zwischen 5 und 12 Jahren richten, aber natürlich auch von den dazugehörigen Eltern, Großeltern, Paten und anderen Erwachsenen gerne besucht werden, werden von uns künftig folgerichtig „Familienkonzerte“ genannt und sind wie schon im Vorjahr im Doppelpack mit einer Karte für die Familienoper Der Mond als Musikalische Wundertüte erhältlich.
Die Konzerte der Reihe Soli fan tutti – zu deren Gestaltung sich dankenswerterweise wieder eine stattliche Zahl an Mitgliedern unseres Staatsorchesters zusammengefunden hat – werden dem Konzertangebot am Staatstheater Darmstadt eine zusätzliche, wichtige Farbe verleihen, ebenso einige Sonderkonzerte, von denen ich die Aufführung von Giuseppe Verdis Requiem herausheben möchte, mit der sich unser langjähriger und hochgeschätzter Chordirektor André Weiss in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden wird.
Ich hoffe, dass wir Ihnen mit unseren Konzerten zahlreiche Momente der Begeisterung, der Freude und des Davongetragenwerdens bescheren werden können, und grüße Sie auch im Namen des Staatsorchesters Darmstadt sehr herzlich.
Ihr
Constantin Trinks
Generalmusikdirektor